Ein 20-jähriger Mann ist unter dem Verdacht, am Dienstag
(17.11.2009) gegen 21.10 Uhr in einem Bus der Linie 42 ein 16 Jahre altes Mädchen
sexuell genötigt und ins Gesicht geschlagen zu haben, festgenommen worden.
Er
wurde am Mittwoch (18.11.2009) auf Anordnung des Amts für öffentliche Ordnung
der Landeshauptstadt Stuttgart aufgrund von Eigengefährdung und akuter
Fremdgefährdung in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen.
Der 20 Jahre alte türkische Staatsangehörige war bereits im Frühjahr 2008 nach
einer Serie ähnlicher Angriffe auf junge Frauen festgenommen worden.
Insgesamt neun Taten im Januar und Februar 2008 konnten ihm die Beamten des
Dezernats für Sexualdelikte nachweisen (siehe dazu Pressemitteilung vom 25.01.
2008). Der offenbar psychisch kranke Mann wurde damals zur Behandlung in ein
Krankenhaus eingewiesen.
Der inzwischen im Stuttgarter Osten wohnende 20-Jährige war am Dienstagabend
(17.11.2009) offenbar am Ostendplatz in den Bus der Linie 42 eingestiegen und
hatte sich neben die 16-Jährige gesetzt. Während der Fahrt zum Hauptbahnhof
sprach er die junge Frau an. Obwohl sie dies ablehnte, belästigte er sie weiterhin und
fasste ihr schließlich an die Brust und an den Hosenbund. Als die 16-Jährige ihn von
sich schob, versetzte er ihr eine Ohrfeige. An der Haltestelle Hauptbahnhof Arnulf-
Klett-Platz stieg er aus dem Bus aus. Auch die 16-Jährige und ihre Freundin stiegen
aus und gingen direkt zum Polizeiposten Klettpassage, um Anzeige zu erstatten.
Während der Anzeigenaufnahme sah die 16-Jährige, wie der Mann am Polizeiposten
vorbei in Richtung S-Bahn-Station ging. Am Abgang zum Tiefbahnhof wurde er von
den Beamten festgenommen.
Die Kriminalpolizei sucht Zeugen des Vorfalls im Bus der der Linie 42, der gegen
21.00 Uhr vom Schlossplatz ab- und über den Stuttgarter Osten zum Hauptbahnhof
weiterfuhr. Fahrgäste, die die Auseinandersetzung zwischen dem Mann und dem
Mädchen beobachtet haben, werden gebeten, sich mit dem Dezernat für
Sexualdelikte unter der Telefonnummer 8990-6333 in Verbindung zu setzen.